Aelita

   Mit einem leisen Lächeln hatte Aelita ihn beobachtet, als wüsste sie, was in ihm vorging. Sie strich ihm eine schweißnasse Haarsträhne aus der Stirn, dann erhob sie sich aus ihrer knienden Stellung neben ihm und schloss leise die Beifahrertür. Auf der anderen Seite stieg sie wieder ein.
   Er drehte den Kopf. Etwas in ihm verlangte, dass er sie keine Sekunde aus den Augen ließ. Und etwas anderes wollte, dass er seine Augen schloss und sich dem hingab, was auch immer sie als Nächstes tun würde. Sie fragte leise: „Ist es so schwer?“
   Woher wusste sie … Er musste mehrmals schlucken, bevor er antworten konnte. Nur ein Wort brachte er zustande: „Warum?“
   „Willst du es wirklich wissen?“
   Sie schnallte sich an, startete den Wagen und fuhr los. Es waren die gleichen Handlungen, die er selbst ein dutzendmal täglich machte und wie selbstverständlich kam diese zarte Frau mit seinem großen Wagen zurecht, den sie nie zuvor gefahren hatte.
   Natürlich wollte er alles wissen. Er schloss die Augen und sagte: „Nein.“
   „Du bist der netteste Kotzbrocken, dem ich je begegnet bin.“
   Wie ein wärmender Mantel füllte ihre Zärtlichkeit das Innere des Wagens und er wusste, was sie meinte. Es war ja nicht so, dass er sich nicht kannte. „Ich weiß. Aber um mich zu biegen, brauchtest du so etwas wie Zauberkräfte. Das haben schon ganz andere versucht.“
   War es seine Schwäche oder diese seltsame Aura, mit der Aelita den Wagen füllte – er hatte gerade ihr gegenüber zugegeben, dass er sich nicht für perfekt hielt. Auch wenn er es in einen Scherz verpackt hatte.
   „Wer sagt dir, dass ich sie nicht besitze?“
   Ihre Antwort hatte nicht wie ein Scherz geklungen. Er murmelte: „Weil es so etwas nicht gibt. Nie gegeben hat. Das, was die Leute als Zauberei bezeichnen, sind nur Resultate, von denen sie nicht verstehen, wie sie zustande gekommen sind. Es gibt für alles eine Erklärung. Ursache und Wirkung, Kausalität!“