Ausgeknockt

   Sie drückte mich mit ihrem Körper aufs Bett, Strumpfhalter und Strümpfe, sogar ihre roten Lackpumps hatte sie noch an. Der BH und die Miederhose glänzten im Licht der Nachttischlampe, als wären sie aus Silber. Sie setzte sich auf mich und flüsterte mir ins Ohr: „Aber für einen Hengst würde es reichen.“
   „Willst du dich nicht ganz ausziehen?“
   „Muss ich?“
   „Du musst gar nichts. Ich dachte nur, es wäre angenehmer für dich.“
   Statt einer Antwort zeigte sie mir mit ihren Händen, ihrem Mund und ihrer Zunge, was sie unter „angenehm“ verstand und wieder erinnerte ich mich an den Vulkanschlund, über dem ich gar gekocht wurde. Ich begann mir gerade ein wenig Sorgen zu machen, wie lange ich das noch aushalten konnte, ohne zu explodieren, da rutschte sie wieder nach oben, gab mir einen Kuss auf den Mund und legte sich neben mich.
   Zeit für die Revanche. Die Haken ihrer Miederhose hatte sie schon selbst geöffnet und um ihre Beine zu spreizen, musste ich mich nicht anstrengen. Der Moschusduft zwischen ihren Schenkeln benebelte meine Sinne, sie begann zu stöhnen, presste ihren Unterleib gegen mein Gesicht, ihre Beine umschlangen meinen Nacken und ihre Hände verkrallten sich in meinen Haaren. Doch ich wollte es mit ihr gemeinsam, wollte es mit dem tun, was aus einem Mann einen Mann macht.
   Ich befreite mich aus ihrer Umklammerung, legte mich seitlich neben sie mit einem Knie zwischen ihren Schenkeln und fragte: „Na, warm geworden?“
   Sie schaute mich an und hatte wieder die Falte auf der Stirn. „Stört es dich, dass ich mich nicht ganz ausziehe?“
   „Ich finde es nur ungewöhnlich.“
   Die Falte wurde tiefer. “Wie meinst du das?“
   Ich küsste sie in die Halsbeuge. „Hey, es ist nicht böse gemeint. Wenn wir vorhin weitergemacht hätten, wärst du nicht einmal dazu gekommen, dir den Rock auszuziehen. Ich hätte dir nur die Miederhose heruntergerissen und dich in deinen Klamotten gefickt. Jetzt, hier im Bett ist es ungewohnt. Aber es sieht irre aus.“
   „Irre wie krank?“ Immer noch dieser seltsame Gesichtsausdruck.
   „Nein, sehr sexy.“